swissporECORIT Mineralschaum

Die Max Schweizer AG setzt als Vorreiterin auf innovative und nachhaltige Baustoffe. Mit dem Einsatz von swissporECORIT, einem revolutionären, zirkulären Dämmstoff, konnten wir erstmals ein ganzes Gebäude umweltfreundlich dämmen. In diesem Blog-Artikel teilen wir unsere praktischen Erfahrungen und geben wertvolle Einblicke in die Vorteile und Besonderheiten von swissporECORIT – für eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Bauweise und Sanierung.

Der erste zirkuläre Mineralschaum-Dämmstoff

Beim Rückbau von Gebäuden werden viele Materialien entsorgt. Dabei gehen wertvolle Stoffe verloren, die wiederverwendet oder zu anderen Produkten verarbeitet werden könnten. So würden sie in einem Kreislauf zirkulieren, statt auf direktem Weg in der Entsorgung oder auf der Deponie zu landen. swisspor und Eberhard haben sich gemeinsam die Lösung dieses Problems zum Ziel gesetzt. Daraus entstanden ist der erste Mineralschaum-Dämmstoff aus zirkulären Schweizer Rohstoffen. (Quelle: swisspor)

Aus Bauabfall wird Sekundärrohstoff

Mit swissporECORIT ist es erstmals gelungen, maximale Zirkularität mit einem minimalen CO²-Fussabdruck bei gleichbleibenden technischen Eigenschaften zu kombinieren. Bei der Aufbereitung von Bauabfall/Mischabbruch im Aufbereitungszentrum für Bauabfälle der Eberhard Bau AG (EbiMIK) entstehen die Sekundärrohstoffe, welch qualitativ mit Primärrohstoffen vergleichbar sind, für den swissporECORIT-Dämmstoff. (Quelle: swisspor)

Kaltschaumverfahren

Dank der Kaltschäumung werden nur sehr geringe Mengen an Energie für die Herstellung der Dämmplatten benötigt. Dies zeigt sich auch in der Ökobilanz von swissporECORIT. Die Mineralschaum-Platten sind komplett mineralisch aufgebaut und somit offenporig. Ein natürliches Produkt, aus zirkulären Rohstoffen, das in punkto Nachhaltigkeit sehr interessant ist.

Erfahrungen der Max Schweizer AG in der Ausführung

Dass uns die swisspor für dieses Projekt angefragt hat, freut uns sehr. Eine spannende Aufgabe, an der wir gerne von Anfang an mitwirken. Solche Pionierarbeit entspricht unserer Haltung, uns ständig weiterzuentwickeln und zu wachsen. So haben wir, die Max Schweizer AG, als erstes Handwerksunternehmen das damals neue Produkt Aerogel bis zur Marktreife begleitet.

Das Projekt Schelling war besonders spannend, weil wir sehr schnell von swisspor ins Boot geholt wurden und viel Zeit und auch Raum hatten, uns mit dem neuen Dämmstoff aus zirkulärem Mineralschaum vertraut zu machen.

Wie war die Handhabung auf dem Gerüst?

Ähnlich wie bei herkömmlichen Dämmplatten war auch das Handling auf dem Gerüst einfach. Die Platten werden kleiner angeliefert als zum Beispiel EPS und Mineralwolle und sind im Vergleich viel leichter. Ebenso wendig waren unsere Mitarbeiter auf dem Gerüst unterwegs. Im Moment ist das Material noch empfindlich und erfordert etwas mehr Fingerspitzengefühl im Umgang. Dank eines Podestes, das wir neben dem Gerüst gebaut haben, konnten wir die Platten gut transportieren und lagern.

Die Erfahrungen aus der Anwendung unserer Mitarbeitenden auf dem Gerüst fliessen direkt in die Weiterentwicklung der Produkte ein. Bereits heute hat swisspor einen neuen Prototypen entwickelt, der in Sachen «Sensibilität» massiv besser ist.

Wie gelingt die Verarbeitung mit swissporECORIT?

Die Klebeschicht auf die Mineralschaum-Dämmplatten aufzubringen, erfordert etwas handwerkliches Geschick. Unsere Gipser lernten schnell, mit dem empfindlichen Produkt umzugehen. Ein grosser Vorteil von swissporECORIT zeigte sich beim Zuschneiden der Dämmplatten. Da die Dämmplatten sehr leicht sind, benötigten wir keine Spezialmaschinen oder Sägen auf dem Gerüst, wie dies bei EPS der Fall ist. Das wiederum hat einen erheblichen Einfluss auf den Zeitaufwand. Da die Platten leicht zu verarbeiten sind, können sie passgenau auf vorhandene Unebenheiten, Vorsprünge etc. zugeschnitten/angepasst werden.

Witterungsschutz

Der Mineralschaum-Dämmstoff ist empfindlich und darf nicht feucht werden. Es empfiehlt sich daher, das Gerüst einzupacken.

Welcher Dämmwert kann erreicht werden?

Der Dämmwert von swissporECORIT ist sehr hochwertig und liegt im Bereich der Mineralwolle. Bei einer energetischen Gebäudesanierung wird der so genannte U-Wert, der Wärmedurchgangskoeffizient, berechnet. Dieser gibt an, wie stark Bauelemente ( Mauer, Boden, Dach, Fenster etc.) und Dämmmaterialien dem Wärmedurchgang widerstehen. Nach der Dämmung muss grundsätzlich ein neuer U-Wert unter 0.2 erreicht werden. Nur dann kann eine Förderleistung in Anspruch genommen werden.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Bauteilen können Erleichterungen gewährt werden, wenn nachgewiesen wird, dass die geforderten U-Werte nicht erreicht werden können.

Für welche Fassaden geeignet?

Grundsätzlich kann der Mineralschaum aus Schweizer Rohstoffen bei allen Fassadendämmungen eingesetzt werden. Bei historischen Gebäuden lohnt sich die Überprüfung mit Aerogel-Dämmstoffen, weil die Aufbaustärke der Hochleistungsdämmstoffe im Verhältnis geringer sind. Dies hilft die Putzebene eines Gebäudes auf Bestandsebene zu belassen und dies bei gleichzeitiger energetischer Ertüchtigung. Zudem bleiben die charakteristischen Elemente wie Steingewände Vor- oder Rücksprünge erhalten, was den Charakter des Gebäudes erhält.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Wir hoffen, dass wir den zirkulären Mineralschaum aus Schweizer Rohstoffen in Zukunft häufiger an Fassaden oder im Innenbereich einsetzen können. Im Interesse zukünftiger Generationen sehen wir uns hier in der Pflicht, uns mit nachhaltigen Rohstoffen und Kreislaufwirtschaft auseinanderzusetzen. Nur so können wir unsere Klimaziele erreichen. swissporECORIT hat hier ganz klar einen grossen Vorteil.