Fassade dämmen – auf einen Blick
Was versteht man unter einer energetischen Fassadensanierung, und warum ist die Dämmung ein wichtiger Schritt für nachhaltiges Bauen? Wann macht es Sinn, die Fassade zu dämmen und mit welchem Aufwand muss man da rechnen? In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Fragen rund ums Thema Fassadendämmung.
Warum ist eine energetische Fassadensanierung wichtig für den Klimaschutz?
In der Schweiz sind gut zwei Drittel der Gebäude aus der Zeit vor 1980. Viele davon sind ungenügend gedämmt und erfüllen die heutigen Anforderungen an die Gebäudedämmung nicht mehr (Quelle: EWZ). Eine bessere Wärmedämmung kann den Energiebedarf eines Gebäudes um mehr als die Hälfte reduzieren.
Wie hilft eine energetische Fassadensanierung, den Energieverbrauch langfristig zu senken?
Eine fachgerecht sanierte Fassade ist der Schlüssel zu einem energieeffizienten Zuhause. Durch eine moderne Wärmedämmung an der Fassade reduziert sich der Wärmeverlust über die Oberflächen erheblich. Im Winter bleibt die Wärme im Haus, im Sommer sorgt die Dämmung für ein angenehmes kühles Raumklima. Das senkt nicht nur die Heizkosten spürbar, sondern steigert auch den Wohnkomfort. Eine energetische Fassadensanierung schützt die Bausubstanz ausserdem langfristig vor Witterungseinflüssen und trägt zu einer Wertsteigerung der Immobilie bei.
Welche finanziellen Vorteile hat eine energetische Fassadensanierung für Hausbesitzer?
Zum einen gibt es eine Wertsteigerung der Immobilie nach einer energetischen Sanierung. Zum anderen bekommen Hauseigentümer:innen im Kanton Zürich Fördergelder für die energetische Sanierung einer Fassade. Förderberechtigt sind Gebäude mit Baubewilligungsjahr vor 2000. Hierbei ist es egal für welches Wärmedämmung System, also für welches Dämmmaterial sie sich entscheiden, einzig der nach der Sanierung erreichte U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist entscheidend.
Aktuell gelten die Anforderungen für den U-Wert der Bauteile wie folgt (Stand 2025):
- Grenze für den U-Wert geförderte Bauteile: U ≤ 0,20 W/m2K (Ausnahme bei Wand, Boden mehr als 2 m im Erdreich: U ≤ 0,25 W/m2K)
- U-Wert-Verbesserung geförderter Bauteile muss mindestens 0,07 W/m2K betragen
- Für "geschützte" Bauten oder Bauteile können gegen Nachweis, dass die geforderten U-Werte nicht realisierbar sind, Erleichterungen gewährt werden. "Geschützt" heisst: a) Bestandteil der Inventare des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden und in diesen als "von nationaler" oder "von regionaler" Bedeutung eingetragen ("denkmalgeschützt"); b) Von einer Behörde als geschützt definiert.
Wichtig ist, dass das Bauvorhaben vor Baubeginn mit allen benötigen Unterlagen eingereicht wird. Erst dann kann mit der Sanierung gestartet werden.
Finanzierung einer Wärmedämmung der Fassade
Bei einer energetischen Sanierung haben sie häufig Anrecht auf finanzielle Vorteile bei Steuern und Hypotheken. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Bank und Gemeinde.
Wann ist der ideale Zeitpunkt für eine energetische Fassadensanierung?
Eine neue Wärmedämmung lohnt sich besonders
- bei steigenden Heizkosten, die auf hohe Wärmeverluste durch unzureichende Dämmung hindeuten.
- wenn es im Winter zu kalt ist.
- im Rahmen einer Gesamtsanierung, z. B. wenn auch Fenster oder das Dach erneuert werden müssen.
- bei Schimmelbildung an Innenwänden, die ein Zeichen für Kältebrücken oder unzureichende Dämmung sein können.
- zur Wertsteigerung des Gebäudes.
Wie lange dauert eine Fassadensanierung?
Die Dauer der Arbeiten an einer Fassade hängen stark vom Umfang der geplanten Massnahmen ab. Eine Sanierung mit neuer Dämmung und kompletter Putzüberarbeitung kann mehrere Wochen oder Monate dauern.
Bei der Ausführung sind wir auch stark auf das Wetter angewiesen. Je nach Dämmmaterial müssen unterschiedliche Trocknungszeiten eingehalten werden.
Auch die Vorlaufzeit einer umfassenden Sanierung mit der Planung der verschiedenen Arbeiten nimmt oft mehrere Wochen in Kauf.
Planungsschritte bei einer Aussendämmung:
- GEAK einholen
- Detailliertes Angebot mit sämtlichen geplanten Arbeiten und Gerüst erstellen
- Fördergelder beantragen
- Baubewilligung für Fassade einholen
Wir unterstützen Sie bei der Planung, sei es beim GEAK Plus, beim Antrag für Fördergelder oder der Baubewilligung.
Tipp: Energetisch sanieren – Schritt für Schritt beginnen
Eine energetische Sanierung muss nicht immer mit der gesamten Fassade starten. Zwei besonders wirkungsvolle Bereiche sind die Kellerdeckendämmung und die Dämmung des Estrichbodens. Beide Massnahmen sind vergleichsweise unkompliziert umsetzbar, verursachen kaum Schmutz im Wohnbereich und lassen sich ideal als erste Schritte in eine umfassende Sanierungsstrategie einbauen.
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Kellerdeckendämmung: Wertvolle Wärme aus dem Erdgeschoss entweicht weniger nach unten. Das Resultat: spürbar wärmere Fussböden und geringerer Heizaufwand.
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Estrichbodendämmung: Schliesst eine oft unterschätzte Wärmebrücke nach oben und verbessert das Wohnklima unter dem Dach deutlich, besonders in älteren Liegenschaften.
Fazit: Wer Schritt für Schritt saniert, spart nicht nur Energie, sondern verteilt Investitionen sinnvoll über mehrere Etappen.
Was kostet eine Dämmung? So setzen sich die Kosten zusammen
Die Frage „Was kostet eine Dämmung?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Die tatsächlichen Kosten für eine energetische Sanierung hängen von verschiedenen Faktoren ab – etwa vom Alter und Zustand des Gebäudes, der Art des Mauerwerks, dem Ausmass der vorhandenen Schäden, den geplanten Sanierungsmassnahmen, dem Standort sowie den Anfahrtsmöglichkeiten. Auch das gewählte Dämmmaterial und der angestrebte U-Wert spielen eine wichtige Rolle.
Mit unserem Offertrechner können Sie eine erste, grobe Kostenschätzung für die Fassadensanierung erstellen.
Für eine verlässliche und detaillierte Offerte führen wir im Vorfeld ein persönliches Beratungsgespräch direkt bei Ihnen vor Ort durch. Dabei erfassen wir alle relevanten Eckdaten und Wünsche. Auf dieser Basis erstellen wir ein individuelles Komplettangebot, das sämtliche Leistungen transparent abbildet.
Braucht es eine Baubewilligung um das Haus zu dämmen?
Grundsätzlich braucht es in der Stadt Zürich eine Baubewilligung sobald Öffnungen an der Fassade verändert werden und wenn eine Aussendämmung, die den Charakter des Gebäudes verändert, angebracht wird. Deshalb empfiehlt sich immer eine Baubewilligung bei einer neuen Aussenwärmedämmung einzuholen.
- Fassadensanierungen mit neuen Farben oder Materialien brauchen keine Baubewilligung, wenn das Gebäude nicht in der Kernzone steht. Sie müssen aber die Vorschriften einhalten.
- Bei ungewöhnlichen Farben sollte beim Amt für Städtebau nachgefragt werden, ob diese bewilligungspflichtig sind.
- Wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht, muss das Projekt in Absprache mit der Denkmalpflege ausgeführt werden.
- Liegt das Gebäude in der Kernzone, ist ein Baugesuch nötig. Es wird im ordentlichen Verfahren behandelt.
Wie kann die Fassade von einem Altbau gedämmt werden?
Bei der Sanierung von Altbauten ist eine massgeschneiderte Lösung besonders wichtig, da historische Bausubstanz oft spezielle Anforderungen hat und oft auch unter Denkmalschutz stehen. Folgende Wärmedämmungs-Methoden setzen wir dabei ein:
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Wärmedämmung-Verbundsysteme (WDVS):
Eine bewährte Lösung, bei der Dämmplatten auf die Fassade aufgebracht und mit Putz oder Fassadenverkleidung versehen werden. -
Aerogel Wärmedämmplatten:
Aerogel ist ein hocheffizienter Dämmstoff, der überall dort eingesetzt wird, wo aus platztechnischen oder ästhetischen Gründen eine klassische Wärmedämmung nicht in Frage kommt. Auch mit ganz dünnen Lagen Aerogel können die gewünschten Dämmwerte erreicht werden. -
Aerogel Wärmedämmputz:
Das Aerogel-Dämmputzsystem hat den Vorteil, dass die bestehende Fassadenstruktur erhalten werden kann und das Aussehen des Gebäudes kaum verändert wird. Der Aerogeldämmputz kann bereits ab einer Mindestdicke von 3 cm aufgetragen werden und erreicht dennoch gute U-Werte (Wärmedurchgangskoeffizient). Auch im Innenraum (zum Beispiel im Keller) kann der Aergoel-Dämmputz sehr gut eingesetzt werden. -
Innendämmung:
Falls die Aussendämmung nicht erlaubt oder nicht gewünscht ist, kann eine kapillaraktive oder dampfdiffusionsoffene Innendämmung helfen, den Wärmeverlust zu reduzieren.
Referenzbeispiele Aerogel Dämmung
Instandhaltungs-Abonnement für Fassaden
Eine regelmässig Überprüfung der Fassade ist ratsam. Beim Auto und bei der Heizungsanlage sind Wartungsabos der Normalfall. Beim Haus ist das erstaunlicherweise anders. Vielfach geht man davon aus, dass die Investition auf ewig funktionstüchtig bleibt. Doch Sonne, Regen und Wind nagen an der Fassade. Deshalb lohnt es sich besonders im Aussenbereich, kritische Bauteile regelmässig zu prüfen. Dank einer sinnvollen Gebäudeinstandhaltung verlängert sich die Nutzungszeit einzelner Bauteile wie Fenster, Jalousien oder Fassadenverputz markant. Die Max Schweizer AG bietet ein solches Instandhaltungs-Abonnent an.
Was ist die beste Dämmung für die Fassade?
Nicht jedes Gebäude kann mit der gleichen Dämmmethode und demselben Material gedämmt werden. Eine individuelle Besichtigung vor Ort und ein massgeschneidertes Angebot ist deshalb wichtig. Folgende Faktoren spielen dabei für uns eine Rolle:
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Gebäudealter und Bausubstanz:
Viele Häuser können mit WDVS (Wärmedämm-Verbundsysteme) aussen saniert werden, während denkmalgeschützte Häuser oft eine Innendämmung oder ein Aerogel-Dämmputzsystem benötigen. -
Architektonische oder schutzwürdige Vorgaben:
Historische Fassaden oder Inventarobjekte erfordern spezielle Materialien und Techniken, um die Optik zu erhalten.
GEAK Plus – die Energie-Etikette für Ihr Haus:
Wir empfehlen vor einem Heizungsersatz oder anderweitigen Sanierungen, einen GEAK Plus erstellen zu lassen (Gebäudeenergieausweis der Kantone). Dieser Bericht versteht sich als eine Art Energie-Etikette für das Gebäude und wird jeweils durch unabhängige Fachleute erstellt. Der GEAK Plus kann ausserdem als Planungshilfe genutzt werden. Er zeigt auf, wieviel Energie ein Haus im Normalbetrieb benötigt und der Sanierungsbedarf wird detailliert und neutral ermittelt. Die Kosten für einen GEAK Plus betragen je nach Grösse der Immobilie zwischen CHF 1400 und 2000. Der Kanton Zürich und auch viele Gemeinden bezahlen für den GEAK Plus einen Förderbeitrag. Ausserdem ist ein GEAK Plus Voraussetzung, um Förderbeiträge aus dem Gebäudeprogramm zu erhalten.
Dieser Bericht wird von externen Energieberatungs-Stellen erstellt. Wir arbeiten mit verschiedenen Energieberater:innen zusammen.
Welche verschiedenen Techniken und Materialien kommen bei der Max Schweizer AG im Bereich Dämmung zum Einsatz?
Die Wahl der Technik und des Materials hängt von den baulichen Gegebenheiten und den gewünschten Effekten ab. Gängige Optionen sind:
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Mineralische Dämmstoffe
(z.B. Steinwolle, Glaswolle): Nachhaltig, feuerfest und dampfdurchlässig -
Organische Dämmstoffe
(z.B. EPS): Sehr gute Dämmeigenschaften, aber weniger umweltfreundlich -
Natürliche Dämmstoffe
(z.B. Holzfaser, Hanf, Kork): Umweltfreundlich, aber oft teurer und aufwändiger in der Verarbeitung -
Aerogel:
Als Dämmplatten oder Dämmputzsystem
Aerogel – Höchste Dämmleistung für anspruchsvolle Sanierungen
Aerogel ist eine der effizientesten Dämmstofflösungen und bietet maximale Wärmedämmung bei minimaler Schichtdicke. Bei der Max Schweizer AG setzen wir Aerogel besonders häufig ein – sowohl in Form von Dämmplatten als auch als Dämmputzsystem. Wir waren bei der Entwicklung vom Aerogel-Dämmputzsystem dabei und haben seither Dutzende Gebäude im Kanton Zürich erfolgreich gedämmt.
Was sind die Vorteile von Aerogel:
- Extrem schlanke Dämmung – ideal für Sanierungen mit begrenztem Platzangebot
- Hervorragende Wärmedämmung – reduziert den Energieverbrauch nachhaltig
- Flexibler Einsatz – als Platte für Fassaden oder als Putz im Innen- sowie Aussenraum
- Atmungsaktiv & feuchtigkeitsregulierend – schützt die Bausubstanz langfristig
Gerade bei denkmalgeschützten oder architektonisch anspruchsvollen Gebäuden bietet Aerogel eine innovative Lösung, um hohe Energieeffizienz ohne optische Einschränkungen zu erreichen. Lassen Sie sich von uns beraten, wie Aerogel in Ihrem Gebäude optimal eingesetzt werden kann!
Welche aktuellen Trends gibt es bei der energetischen Fassadensanierung?
Die energetische Fassadensanierung entwickelt sich stetig weiter. Neue Technologien und nachhaltige Materialien setzen Massstäbe in Effizienz, Umweltfreundlichkeit und Individualisierung.
Zirkuläre Dämmstoffe – Nachhaltige Dämmung aus recyceltem Bauschutt:
Ein sehr wichtiger Trend ist die Entwicklung zirkulärer Dämmstoffe, die aus recyceltem Baumaterial gewonnen werden. Ein Beispiel dafür ist swissporECORIT, ein Pionierprodukt, das Dämmmaterial aus Bauschutt-Abfällen herstellt.
Haben Sie weiterführende Fragen oder interessieren Sie sich ihr Gebäude fit für die Zukunft zu machen? Wir unterstützen Sie dabei, kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch!