FARBDIALOG December
Monatlich reden Lone Bjørn und Beat Soller über ihre Arbeit.
Dänischer Akzent trifft auf Thurgauer Dialekt.
Beat: Lone, am Anfang des Jahres haben wir uns vorgenommen, monatlich einen Aspekt aus unserem Berufsalltag in einen dialogischen Blog zu packen. Das hat Spass gemacht, oder? Wir wollten zeigen, wie wir als Farbgestalter*innen an die Dinge herangehen und wie unser Denken unsere Arbeit beeinflusst.
Lone: Absolut! In den Vorbereitungsgesprächen haben wir richtig profitiert – wir haben uns grundlegend ausgetauscht und Rechenschaft gegeben, warum wir so oder so denken und entscheiden. Mir ist dabei klar geworden, dass die Haltung, geprägt von Erfahrungen und Werten einer Person, das wichtigste Gut ist. Nicht nur in Gestaltungsprozessen, aber hier besonders.
Beat: Genau, wir gestalten ja nicht für uns, sondern für unsere Kunden, deren Kunden und im weitesten Sinne für die Umwelt. Und wir haben bemerkt, dass es in unserer Arbeit kaum allgemeingültige gestalterische Normen gibt. Stattdessen zählen Sensibilität, Originalität, das Zuhören und kreativ Lösungen zu suchen.
Lone: Richtig. Wir kommen zum Schluss, dass wir lieben, was wir machen. Täglich geben wir unser Bestes, weil es uns Befriedigung gibt, wenn Kunden durch unsere Intervention ein Stück Identität erhalten und die Welt schöner wird. Schönheit ist ein starker Treiber für unser Tun – und das nicht nur optisch.
Beat: Mit dem Projekt Farbdialog haben wir uns einen Austausch auf LinkedIn und im realen Leben erhofft, und zu unserer grossen Freude hat das stattgefunden. Es hat uns inspiriert und weitergebracht, besonders im Dialog mit Personen, die uns angesprochen haben. Dafür bedanken wir uns herzlich und machen weiter… Der Farbdialog jedoch endet mit dieser Ausgabe.
Lone: Wenn jemand mit uns in Verbindung bleiben will, kann sie/er uns schreiben. Wir sind auf diversen Kanälen erreichbar und offen für Kontakt. Wir bieten Workshops und Vorträge an – schau auf der Agenda von www.schweizerag.com/agenda nach, oder wir begegnen uns spontan für einen Schwatz.
Fazit:
Beat: Farbe und Material sind unschuldig – wir sind es nicht.
Lone: Farbgestaltung setzt ein feines Gespür voraus.